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Elektroautos laden

Sie fahren ein Elektroauto oder wollen bald auf die kostengünstige und umweltschonende Mobilität umsteigen? Auf dieser Seite erläutern wir die für den deutschen Markt relevanten Arten von Ladekabeln und gehen auf drei gängige Varianten der Ladung Zuhause ein.

Das kleine Ladekabel-1x1

Ladekabel für Elektroautos werden hinsichtlich Lademodus und Steckertyp unterschieden.

Mode 2-Ladekabel verfügen über eine integrierte Box (ICCB, in-cable control box), welche die Kommunikation zwischen Elektroauto und Ladeanschluss übernimmt. Der Anschluss an das Fahrzeug erfolgt größtenteils per Typ-2-Stecker, die Verbindung an das Stromnetz je nach Ladekabel über die Haushaltssteckdose (langsames Laden) oder über eine CEE-Industriesteckdose (schnelles Laden).

Bei Mode-3-Ladekabeln erfolgt die Kommunikation direkt zwischen Elektroauto und Ladestation. Der Typ 2-Stecker hat sich als Standard durchgesetzt, lediglich Nissan stattet seine Modelle Leaf und e-NV200 EVALIA mit Typ 1-Anschluss aus.

Langsam aber günstig: Laden über die haushaltsübliche Steckdose

Bei der Nutzung eines Mode 2-Ladekabels mit einem Stecker zum Anschluss an eine normale Schutzkontaktsteckdose, oft als Notladekabel bezeichnet und bei vielen Elektroautos als Serienausstattung beigefügt, beträgt die maximale Ladeleistung etwa 2,3 kW.

Dem großen Vorteil, dass keine zusätzlichen Kosten für die Installation einer Ladestation oder ein zusätzliches Ladekabel entstehen, steht die lange Ladezeit von etwa 10 Stunden entgegen. Außerdem ist die heimische Elektroinstallation oft nicht für die Dauerbelastung ausgelegt.

Wichtig: Falls Sie sich für diese Variante entscheiden, sollte die Belastbarkeit der vorgesehenen Steckdose und des hauseigenen Stromnetzes in jedem Fall durch einen Elektroinstallateur überprüft werden!

Klobig aber mobil: Laden per CEE-Steckdose

Die zweite Möglichkeit ist die Nutzung eines Mode 2-Ladekabels zum Betrieb an Starkstromsteckdosen (CEE). Dies ermöglicht das Laden je nach Fahrzeug und Kabel mit bis zu 32 Ampere / 22kW.

Vorteil dieser Lösung ist die Möglichkeit der mobile Schnelladung an jeder CEE-Steckdose. So lädt der Renault Zoe beispielsweise in etwas mehr als einer Stunde wieder voll auf. Nachteilig ist, dass das Kabel aufgrund der integrierten Ladeelektronik recht klobig ist.

Falls bei Ihnen Zuhause keine CEE-Steckdose installiert ist, lässt sich diese meist problemlos nachrüsten. Der dafür erforderliche Aufwand hängt von den örtlichen Gegebenheiten (beispielsweise die Entfernung des Stellplatzes von der nächsten Stromanschlussmöglichkeit) ab. Gerne erstellen wir Ihnen hierzu ein unverbindliches Angebot!

Bequem und zukunftsfähig: Laden an einer fest installierten AC-Ladestation

Die dritte Möglichkeit – und unsere Empfehlung – ist die Installation einer Ladestation zum Laden per Wechselstrom mit integriertem Kabel oder Typ-2-Ladestecker.

Vorteil ist die bequeme Benutzung, vor allem bei Stationen mit integriertem Kabel. Je nach Ladestationen sind zudem Komfortfunktionen (Ladestatistiken, Abrechnung) verfügbar. Außerdem ist der Zugang je nach Ladestation auf verschiedene Arten beschränkbar (z.B. Schlüsselschalter, RFID-Karte). Der Nachteil einer fest installierten Lösung liegt auf der Hand: Sie können nur dort schnell laden, wo die Ladestation installiert ist.


Möchten Sie mehr wissen?

Mit den folgenden Informationen gehen wir ins Detail.

Über welche technischen Eigenschaften sollte die Ladesäule verfügen? Dies lässt sich pauschal nicht sagen, es hängt vielmehr vom zu ladenden Elektroauto ab. Hier haben wir für Sie eine Übersicht nach Fahrzeugen zusammengestellt. Die maximale Ladeleistung hängt maßgeblich davon ab, ob das Fahrzeug über einen einphasigen oder einen dreiphasigen Lader verfügt.

  • Renault Zoe: Typ 2-Steckdose oder Kabel. Mit der Basisausstattung lädt das Fahrzeug an einer AC-Ladestation mit maximal 22kW (dreiphasig, 32 A).
  • BMW i3: Typ 2-Steckdose oder Kabel. Mit der Basisausstattung lädt das Fahrzeug an einer AC-Ladestation mit maximal 3,7 kW.
    Mit der Sonderausstattung für schnelles Laden muss die dann theoretisch verfügbare maximale Ladeleistung von 7,4 kW (einphasig, 32 A) in Deutschland installationsseitig auf 4,6 kW beschränkt werden, da das Fahrzeug nur einphasig lädt.
  • Tesla Model S, Model X, Model 3: Typ 2-Steckdose oder Kabel. Mit der Basisausstattung lädt das Fahrzeug an einer AC-Ladestation mit maximal 11 kW (dreiphasig, 16 A).
    Mit der Sonderausstattung für schnelles Laden beträgt die verfügbare maximale Ladeleistung 16,5 kW (dreiphasig, 24 A).
  • Nissan Leaf: Typ 2-Steckdose und Mode 3-Ladekabel von Typ 2 auf Typ 1 oder Ladestation mit fest verbautem Typ 1-Kabel. Mit der Basisausstattung lädt das Fahrzeug an einer AC-Ladestation mit maximal 3,3 kW (einphasig, 16 A).
    Mit der Sonderausstattung für schnelles Laden muss die dann theoretisch verfügbare maximale Ladeleistung von 6,6 kW (einphasig, 32 A) in Deutschland installationsseitig auf 4,6 kW beschränkt werden, da das Fahrzeug nur einphasig lädt.
  • VW e-Golf: Typ 2-Steckdose oder Kabel. Mit der Basisausstattung lädt das Fahrzeug an einer AC-Ladestation mit maximal 3,6 kW (einphasig, 16 A).
    Auch die Sonderausstattung CCS-Ladedose ermöglicht an einer AC-Ladestation kein schnelleres Laden.
  • B-Klasse Electric Drive: Typ 2-Steckdose oder Kabel. Mit der Basisausstattung lädt das Fahrzeug an einer AC-Ladestation mit maximal 11 kW (dreiphasig, 16 A).
  • Audi A3 Sportback e-tron: Typ 2-Steckdose oder Kabel. Mit der Basisausstattung lädt das Fahrzeug an einer AC-Ladestation mit maximal 3,7 kW (einphasig, 16 A).

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