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Die Grundinstallation der Elektrotechnik

Sobald Sie mit der von uns erstellten Planung zufrieden sind können die Arbeiten an der Elektroinstallation beginnen. Erfahren Sie hier, wie der Strom in Ihr Haus kommt.

Wie kommt der Strom in Ihren Neubau? Grundsätzlich sei zunächst angemerkt: Arbeiten an der elektrischen Installation dürfen nur von qualifizierten Elektrotechnik-Fachbetrieben durchgeführt werden. Wir führen diese Arbeiten entsprechend den DIN-Normen sowie Auflagen und Verordnungen des VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) gerne für Sie aus.

Doch nun zurück zur Ausgangsfrage: Zunächst stellt der Energieversorger den Hausanschluss her, indem ein Hausanschlusskabel von der Hauptleitung zum Hausanschlusskasten und von dort weiter zum Zählerschrank geführt wird. Von den dortigen Stromkreisverteilern ausgehend versorgt das Hausnetz entsprechend der vorher durchgeführten Planung die einzelnen Räume des Hauses mit Strom.


Möchten Sie mehr wissen?

Mit den folgenden Informationen gehen wir ins Detail.

1. Der Hausanschluss: Hier nimmt alles seinen Anfang.

Der Hausanschluss

Der kommunale Energieversorger (oft sind dies die Stadtwerke) verlegt ein Hausanschlusskabel von der Hauptleitung bis zum Hausanschlusskasten. Hier werden die Hausanschlusssicherungen untergebracht. Diese Überstromschutzeinrichtungen schützen die Hausanschluss- und Einführungsleitung sowie das Hauptstromversorgungssystem bei Überlast und Kurzschluss. Nun ist Ihr Eigenheim an das öffentliche Stromnetz angeschlossen.

An den Abgangsklemmen der Hausanschlusssicherungen befindet sich die Übergabestelle - hier endet die Verantwortung des kommunalen Energieversorgers. Mit Ausnahme des Stromzählers ist für alle folgenden Anlagenteile der Bauherr verantwortlich.

2. Der Zählerschrank: Mittelpunkt der Hausinstallation

Der Zählerschrank

Vom Hausanschlusskasten wird die Leitung zum Zählerschrank geführt. Hier sind neben dem Stromzähler die Stromkreisverteiler untergebracht. Diese beinhalten

  • Leitungsschutzschalter bzw. Sicherungen mit einem maximalen Bemessungsstrom von 63 A,
  • Anschlussklemmen für die Niederspannungsinstallation und
  • Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schutz).

Fehlerstrom-Schutzschalter unterbrechen den gesicherten Stromkreis innerhalb von Millisekunden, falls Strom abfließt. Dies passiert schneller als gedacht – beispielsweise bei einer angebohrten Leitung oder defekten Elektrogeräten. So werden Stromschläge mit teils schwerwiegenden Folgen verhindert. Dieser lebenswichtige Schutz erfolgt nicht nur auf freiwilliger Basis: Seit dem Jahr 2009 müssen Stromkreise mit laienbedienbaren Steckdosen derartig abgesichert werden.

3. Das Hausnetz: Führt den Strom an seinen Bestimmungsort

Das Hausnetz

Von den Stromkreisverteilern ausgehend werden entsprechend der vorher durchgeführten Planung die einzelnen Räume des Hauses mit Strom versorgt. Der Strom fließt dabei durch Adern (elektrische Leiter mit Isolierung), welche in Leitungen (Mehrere Adern in einer Umhüllung) zusammengefasst werden. Diese Installation erfolgt Aufputz oder Unterputz, innerhalb von Installationsrohren, als Flachleitungen oder mit einzelnen Installationskabeln.

Installationsrohre haben den Vorteil, dass zu einem späteren Zeitpunkt zusätzliche Leitungen eingezogen werden können. Unterschieden werden Stangenrohre und flexible, aus biegsamem Kunststoff bestehende Rohre. Erstgenannte sind teurer und setzen präzise aufgestemmte Wände voraus, haben aber den Vorteil, dass sich die stromführenden Leitungen ohne zusätzliche Hilfsmittel einziehen lassen, da die Innenwände glatt sind.

In Flachleitungen - auch als Stegleitungen bezeichnet – sind die stromführenden Leitungen bereits integriert. Diese leicht verlegbaren Leitungen benötigen nur wenig Platz und werden mit speziellen Nägeln im Mauerwerk befestigt. Sie dürfen ohne weiteren Schutz jedoch nur in Trockenräumen verlegt werden.

Bei Installationskabeln sind die Kupferadern – je nach Kabel drei bis fünf an der Zahl - mit PVC ummantelt. Die einzelnen Kabel können in einem schmalen Stemmschlitz verlegt werden. Dies macht die Installation gegenüber der Verwendung von Installationsrohren zunächst kostengünstig, aber für spätere Nutzungsänderungen weniger flexibel.

4. Installationszonen: Wo verlaufen die Stromleitungen in der Wand?

Die Installationszonen

Zum Abschluss werden in den einzelnen Räumen entsprechend der mit Ihnen abgestimmten Planung die Beleuchtungsanschlüsse und Steckdosen installiert.

Um ein versehentliches Anbohren stromführender Leitungen zu verhindern, werden diese unter Putz in definierten Installationszonen verlegt. Es gibt waagerechte und senkrechte Zonen. Die beiden waagerechten Zonen befinden sich im Abstand von 15 cm zum fertigen Fußboden bzw. zur fertigen Decke und haben eine Breite von 30 cm. In Räumen, in denen eine Arbeitsfläche vor der Wand verbaut ist, existiert eine dritte waagerechte Zone. Sie beginnt auf einer Höhe von 100 cm vom fertigen Fußboden und endet dementsprechend auf der Höhe von 130 cm. Die senkrechten Zonen befinden sich in einem Abstand von 10 cm zu allen Rohbaukanten und –ecken, auf beiden Seiten von Fenstern und auf der Griffseite von Türen und haben eine Breite von 20 cm.

Hinweis: Vor 2007 befand sich die waagerechte mittlere Installationszone im Bereich von 90 cm bis 120 cm.

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